2.Tag, Studentensicht (Sebastian Blum)
Logbuch Spanien, Tag 2, Donnerstag
Wir haben uns in der Gesamtgruppe kennengelernt, wurden durch die Altstadt und die Überreste einer römischen Villa geführt und haben schließlich alle mit der Vorort-Planung und Durchführung von größeren und kleinen Medienprojekten begonnen.
Fangen wir aber nochmal von vorne an: Willkommen im Sitzkreis.
Am Morgen trafen wir uns an "der Mauer", einem von zwei Standard-Treffpunkten während der gesamten Exkursion, und haben uns in einem Sitzkreis versammelt. Nach einer Vorstellungsrunde (na klar konnte ich mir alle Namen und Gesichter auf Anhieb merken, logo ^^) trat Johannes in den Kreis und hat eine kurze Einführung in Grundelemente des Filmens gegeben (Halten der Kamera, Sonnenstand, etc.). Warum macht der Johannes das und wer ist der überhaupt? Johannes ist Medienpädagoge in Köln und war zu dem Zeitpunkt schon ein paar Schülern bekannt, die schon ein Treffen mit ihm in den Räumen der Stiftung SK Medien hatten. Da einige Teilnehmer leider zu spät zum vereinbarten Morgentermin kamen, waren wir gefühlt im Zeitverzug (es wusste bis auf unsere Exkursionsleitung ja niemand, wie lange wir für unsere Wegstrecke brauchen würden) und dann hieß es auch schon: "Abmarsch".
Gruppenführung von der Burg bis zur "Els Munts": Willkommen in Altafulla.
Nachdem wir an einem entspannten und noch schattenreichen Vormittag die Burg von Altafulla (eigentlich: Castillo de Santa Margarita) erreicht haben, wurden wir von einer Fremdenführerin durch die auf dem Hügel von Altafulla liegende Altstadt geführt mit vielen Infos vom Mittelalter, über das Castillo, dessen Besitzer und Vorfahren, die Kirche und Hexen bis hin zur Bauweise von älteren spanischen Gebäuden. Auch hier machte Johannes schon erste Arbeit mit seiner Altstadt-Filmcrew und natürlich war unsere Fremdenführerin aufs Beste verkabelt. Ungefähr entlang der ehemaligen geschliffenen Stadtmauern ging es dann weiter und weiter und weiter und... (und warum hab ich eigentlich Sonnencreme im Auge? Tipp des Tages: Sonnenbrille hilft Wunder!) ...und schließlich sind wir dann über den Strand zu den Überresten der römischen Villa "Els Munts" gegangen und dort erfuhr unsere Führung ihren erbarmungslos heißen, von "schattenreich" weit entfernten, Höhepunkt. Es erschien mir überhaupt nicht sinnig, warum Römer an dieser Stelle überhaupt eine Sauna hatten... falls ich aber jemals Zweifel daran hatte, warum die Spanier Siesta machen: hier war der Beweis.
Altafulla und Prominenz - kein Widerspruch: Willkommen im ersten Medienprojekt.
Nach unserer Führung haben wir uns noch kurz vor den Apartments der Jungs der Gruppe eingefunden und finale Gruppen wurden für unsere ersten Projekte eingeteilt - hier hatten die Schüler klar die Hosen an und die Studenten waren noch größtenteils unsicher.
Aber erst einmal irgendwie gucken, dass man doch noch was zu Essen macht, Schatten tankt und dann mit gut Wasser bewaffnet sich für sein Projekt trifft. Gruppe "Sarah Connor" und "Campingplatz" trafen sich zum Apell an der Mauer und dann ging es auch schon los mit circa 20 oder 25 Minuten am Strand entlang bis zur Burg Tamarit: Gruppentrennung. Unsere Campingplatzgruppe sondert sich ab und wir gehen, nun abseits vom Strand um die Burg Tamarit herum. Sie ist im Privatbesitz und meine nicht vorhandenen Kenntnisse in Spanisch brauche ich bei dem 'Dobermann-Schild' garnicht abrufen: das klappt auch so schon ganz gut.
Erst einmal haben wir richtig schöne Einstellungen von der Burg gesucht und gefunden: Erste Aufnahmen. Aber wie verpacken wir jetzt unsere Story? Schließlich hat hier Sarah Connor geheiratet und Ideen gab es in Massen, doch leider kann man ja nicht Aufnahmen und Musik von der Hochzeit lizenzfrei nutzen. Und wie holen wir jetzt das Beste aus Allem heraus? Hier wurde es dann doch schwierig vernünftig die Schülerinnen unserer Gruppe vernünftig zu beraten, schließlich muss die eigentliche Idee bei ihnen zünden. Am Ende stand dann fest, dass wir den Strand vermarkten wollen (und es gibt auch immer was zu entdecken: Steine, die wie Rochen im Wasser aussehen ^^ oder so...). Okay, Vox-Tours für Anfänger: hier sind wir. Nach gefühlten 367 Takes und 38 Stunden am Abhang zum Strand der kleinen Bucht mit ihrem charakteristischen Felsen in der Brandung waren alle trotzdem noch frohen Mutes Das war auch in Anbetracht der Kleinkindergruppen, die durch 's Bild gelaufen sind, oder spanischen Touristen, die während unserem besten Take in Bild 'geschneit' kommen, ob wir ein Foto von ihnen machen könnten... Filmen kann schon ganz schön lange dauern... war mir auch noch nicht so offensichtlich bewusst - mit Humor und Ausdauer ist aber auch wirklich einiges zu schaffen, auch wenn ich zuerst mehr das Produkt als den Prozess beachtet hatte.
Treffen der Gesamtgruppe: Willkommen in der Reflexion.
Nach unserem Filmen des Rohmaterials sind wir nun wieder Richtung Altafulla gewandert, um uns später dann am Strand vor der 'Treppe' einzufinden, der andere von den zwei Treffpunkten. Aber zwischendurch noch einmal ins Meer hopsen, kleine süße Quallen streicheln, eine Runde schwimmen und "Hallo Sitzkreis". Was im Sitzkreis anfängt wird hier auch konsequent im Sitzkreis beendet. Jede Gruppe berichtet kurz, welches Thema sie hatte und was man genau gemacht hat. Nachdem der Sitzkreis nach weiteren Informationen für den nächsten Tag aufgelöst wurde begann dann der große Erfahrungsaustausch unter uns Studis und mit gemeinsamen Kochen haben wir uns dann auch in den Abend verabschiedet.



















