Geschichte von Altafulla
In Altafulla können Bauwerke unterschiedlicher Epochen bestaunt werden. Die ältesten Spuren von Siedlungen innerhalb der Gemeinde findet man am Südwesthang des Vorgebirges “Els munts” Etwa zur Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts ist dort eine gleichnamige römische Siedlung errichtet worden. Nachdem sie im Jahre 260 zerstört und daraufhin wiederaufgebaut worden ist, wurde sie Anfang des fünften Jahrhunderts endgültig verlassen. Die 1967 begonnenen Ausgrabungen auf dem Gelände dauern noch an...
Bereits freigelegt Wirtschaftsgebäude (Weinkeller, Stallungen, Getreidespeicher) zeugen von der ehemaligen Funktion der Siedlung. Ausgegrabene Thermen belegen den einstigen Wohlstand. Die Villa gehörte zum Komplex der römischen Stadt “Tarraco” (Tarragona), welcher bis in die heutige Zeit ein umfangreiches kulturelles Erbe hinterlassen hat.
Hier seht Ihr ein Video, welches unser Team mit Besuchern der Führung von Els Munts gedreht hat, die unsere Gruppe durchgeführt hat:
Die äußere nordöstliche Stadtgrenze zu Augustus Zeiten lag vermutlich bei Torredembarra und kann anhand des Triumphbogens “Arc de Berà” über der Via Augusta festgemacht werden. Einige außerordentlich gut erhaltene römische Bauwerke der Region sind die römische Stadtmauer, das Provinzialforum, das archäologische Museum, das Prätorium des Pilatus, der Circus, das Amphietheater, das Bürgerforum, das Theater und die frühchristliche Nekropole in Tarragona Stadt sowie das Aquädukt, das Mausoleum von Centelles, das Begräbnismonument “Torre dels Escipions” und der Steinbruch “El medol” in der Umgebung Tarragonas.
Mittelalter
Die ersten Bauwerke nach der Römerzeit entstanden in Altafulla etwa Mitte des 11. Jahrhunderts, als die Mauren aus Katalonien vertrieben wurden (Unter Ihrem Anführer Tarik brachten die Mauren innerhalb von nur 6 Jahren fast die gesamte spanische Halbinsel unter Ihre Kontrolle - Im Zuge der Requonquista wurde Tarragona im Jahre 1118 von den Christen wieder zurückerobert). Zu dieser Zeit wurden die Burgen Altafulla und Tamarit errichtet.
Die Burg Altafulla liegt auf einem Hügel, ca. 750 Meter vom Meer entfernt. Mit ihren Rankgewächsen wirkt sie, abendlich erleuchtet, anmutig und mysteriös. Viele Fledermäuse nisten in Burgnähe und runden die schön- schauerliche Atmosphäre ab. Im Laufe der Jahre bildete sich am Südhang der Burg die Ortschaft Altafulla. Im 17. Jahrhundert wurde die “Villa Closa”, so wird die Altstadt heute genannt, durch Befestigungsanlagen geschützt.

Da diese bis heute gut erhalten sind, ist der Umriß der “Villa Closa” rekonstruierbar. Zwei Rundtürme, drei Bogentore und Mauernreste gebrenzen den Komplex. Innerhalb der “Villa Closa” liegen einige erwähnenswerte Bauwerke (die barocke Sant Marti Pfarrkirche aus dem Jahr 1705, deren Krypta, das in gotischem Stil erbaute Forum, der Brunnenplatz mit dem 1608 erbauten Brunnen, das 1802 erbaute Rathaus, das ehemalige Krankenhaus, das Pfarramt, u.a.)
Beleuchteter Brunnen am Placa del Vents

Neuzeit
Im 18. Jahrhundert wuchs Altafulla jenseits der Stadtmauern aufgrund von wechselseitigen Beziehungen mit amerikanischen Kolonien (Tausch von Brandwein und Gewürzen). Händler ließen sich nieder und die Außenviertel der Altstadt sowie das Maritimerviertel “Botigues de mar”entstanden. Vom Maritimerviertel ist durch die touristische Inwertsetzung der strandnahen Gebiete nur noch die erste Häuserzeile übriggeblieben.
Im Torbogen des alten Zollhauses kann man einen Haken betrachten, an dem wahrscheinlich eine Waage befestigt war. Die Strandzeile wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Fischern und ersten Sommerfrischern (Touristen) aus Barcelona ausgebaut.
















